Der Mobile-First-Index – 2021 wird es endgültig ernst!

Allgemein, Online-Marketing für KMUs

Ein Alltag ohne den Desktopcomputer ist für die meisten Menschen undenkbar. Tag für Tag nutzen wir ihn zum Chatten, zum Schreiben und Beantworten von E-Mails und zur Textverarbeitung. Auf der anderen Seite ist uns aber auch durchaus bewusst, dass die Zeiten des stationären PCs eigentlich vorbei sind.
Mobile First - Ab 2021 wird es endgültig ernst

Längst hat das Smartphone den Siegeszug angetreten: Seine Nutzung nimmt von Jahr zu Jahr zu. Eine mobile Website ist daher ein Muss. Nichtsdestotrotz kommt es immer noch vor, dass Unternehmen keinen eigenen Internetauftritt im Responsive-Design anbieten. Diese Tatsache, wird bald schmerzhafte Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Denn das US-amerikanische Unternehmen Google hat nun damit begonnen, gezielt Webseitenbetreiber per E-Mail zu kontaktieren, deren Website noch nicht für den sogenannten Mobile-First-Index optimiert sind. Auf dessen Basis stellt Google die Suchergebnisse zusammen. Die Botschaft, die dahintersteht, ist klar: Wer sich in den nächsten Monaten nicht um eine mobile Webseite kümmert, muss mit massiven Ranking-Verlusten und ernstzunehmenden Traffic-Einbrüchen rechnen.

Ab Anfang 2021 wird das Technologieunternehmen keine Rücksicht mehr darauf nehmen, ob einzelne Webseiten noch vermehrt Besucher über den Desktop erhalten. Stattdessen sollten sich alle Unternehmen und Marketingverantwortlichen spätestens jetzt mit geeigneten Maßnahmen auf den Mobile-First-Index vorbereiten. Diese sollten vor allem auch kleine und mittlere Unternehmen beachten. Im Folgenden erfahren Sie, was genau Sie tun können, um Ihre Homepage für den Mobile-First-Index fit zu machen.

Kurze Ladezeiten und maximale Nutzerfreundlichkeit

Zuallererst einmal: Mobile First bedeutet, dass Google Internetauftritte ab sofort auf Grundlage ihrer mobilen Variante beurteilt. Zuvor wurde die Desktop-Website zur Indexierung herangezogen. Dabei sind allerdings Probleme entstanden, weil der Großteil der User die Suchmaschine des US-amerikanischen Unternehmens mit mobilen Endgeräten nutzt. Bietet die Mobilversion weniger oder nicht dieselben Inhalte wie die Desktopversion, kommt es zu Diskrepanzen. Diese Kluft möchte Google in Zukunft vermeiden, indem es Content in Responsive Design bevorzugt behandelt.

2021 steht das endgültige Rollout bevor: Damit wird das Technologieunternehmen die mobile Variante einer Website ab sofort heranziehen, um ihre Relevanz für den Großteil der Nutzer zu bewerten. Für Webseitenbetreuer bedeutet die Neuerung, dass sie sich spätestens jetzt um eine Website kümmern sollten, die dem Mobile-First-Index gerecht wird. Dabei geht es zum Beispiel um kurze Ladezeiten, die Bereitstellung dynamischer Inhalte und maximale Benutzfreundlichkeit.

Um negative Auswirkungen brauchen sich Webseitenbetreiber in diesem Zusammenhang keine Gedanken zu machen – zumindest dann nicht, wenn die Umsetzung im Responsive-Design einwandfrei ist. Handlungsbedarf besteht vor allem für Internetauftritte, die Mobil- und Desktopinhalte auf getrennten Seiten anbieten – vor allem dann, wenn die Mobilversion inhaltlich von der Desktop-Webseite abweicht. Früher wurde diese Lösung gerne gewählt, da man der Meinung war, dass die Nutzerintention je nach verwendetem Endgerät anders ist: Man ging davon aus, User mobiler Endgeräte seien eher auf der Suche nach Informationen, während Käufe und Buchungen hauptsächlich mit dem Desktop getätigt würden. Diese Annahme gilt mittlerweile als veraltet, weil die Grenzen zunehmend verschwimmen. Heutzutage werden bereits fast 30 Prozent aller Bestellungen mobil abgeschlossen – Tendenz steigend. Grundsätzlich ergibt es also absolut Sinn, Webseiteninhalte auf alle Endgeräte zuzuschneiden.

Vom Responsive Design bis hin zum Dynamic Serving

Webseitenbetreiber, die bereits eine Website im Responsive Design haben, sind auf der sicheren Seite. Allerdings sollte dennoch mit Hilfe verschiedener Tools getestet werden, ob ein Internetauftritt von Google entsprechend erkannt und indexiert wird. Die Search Console zum Beispiel kann Unternehmen und Marketingverantwortlichen in einem maßgeschneiderten Bericht Fehler bezüglich der Benutzerfreundlichkeit auf mobilen Endgeräten anzeigen. Zudem kann der Abruf der eigenen Website durch den Googlebot realisiert werden.

Unternehmen und Marketingverantwortliche, die noch keine Website im Responsive-Design haben, sollten sich jetzt unbedingt darum kümmern. Zu diesem Zweck hat das Technologieunternehmen eine Anleitung herausgegeben, die Schritt für Schritt erklärt, wie man eine Desktop-Website auf eine mobile Version umzieht.

Im Rahmen des Mobile-First-Index gibt es im Grunde drei Möglichkeiten, eine mobile Webseite zu realisieren:

  • Responsive Design, die Nutzung unterschiedlicher URLs für die Mobil- und Desktopseite sowie Dynamic Serving. Bei einer Website mit Responsive Design gibt es nur eine Websiteversion, die über CSS automatisch auf unterschiedliche Bildschirmgrößen angepasst wird – ein Ansatz, der aktuell als Best Practice gilt.
  • Aber auch die Nutzung unterschiedlicher URLs für die Inhalte einer Mobil- und Desktopseite ist unproblematisch, solange die Versionen ausreichend gekennzeichnet sind.
  • Zu guter Letzt ist es im Rahmen von Dynamic Serving auch möglich, verschiedene Inhalte auf einer URL bereitzustellen – abhängig vom dem mobilen Endgerät. Dieses Vorgehen ist technisch allerdings sehr aufwändig. Bei komplexen und umfangreichen Systemen kann es dennoch die richtige Wahl sein.

Im Einzelfall gilt es, sorgfältig abzuwägen. Unabhängig von der Umsetzung stellt sich immer die Frage, welche Inhalte im Quelltext präsentiert werden. Werden auf der mobilen Webseite Inhalte nicht ausgeliefert, sind sie für den Googlebot nicht zu sehen. Die Folge: Die Website kann für diese Inhalte nicht ranken.

Genaue Prüfung und gezielte Optimierung

Google empfiehlt eindeutig, schnellstmöglich eine mobile Version der eigenen Homepage bereitzustellen. Doch auch unabhängig von den Aussagen des Technologieunternehmens sollte auf schnelle Ladezeiten und mobile Benutzerfreundlichkeit nicht verzichtet werden, denn das könnte in Zeiten steigender mobiler Nutzerzahlen große Rückgänge mit sich bringen.

Grundsätzlich ist der Zeitpunkt der Umstellung für jeden individuellen Internetauftritt nicht bekannt. Dementsprechend sollten Webmaster jederzeit vorbereitet sein und nicht länger warten. Wichtig ist, dass Webseitenbetreiber eine genaue Prüfung durchführen lassen, welche strukturellen und inhaltlichen Elemente einer mobilen Nutzung eventuell noch im Weg stehen – darunter unter anderem der Test auf Mobilfreundlichkeit und die Untersuchung der Ladegeschwindigkeit. Erst, wenn alle Prüfungen abgeschlossen sind, kann die gezielte Optimierung des Webdesigns beginnen.

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